Ich halte die Petition für unterstützenswert, da ich selbst Schüler bin und Probleme in der Bildungspolitik permanent zu spüren bekomme.

Ich habe den Lerndruck, der mit dem G8-Tubo-Abi dazugekommen ist, zu bewältigen. Immer mehr wird in mir das Misstrauen größer, dass wir Schüler als Experimentierkasten ausgenutzt werden. Außerdem bin ich der Meinung, dass man unter den heutigen schulischen Umständen nicht gut genug für das Leben in der Zukunft vorbereitet wird. Ich frage mich, wie viel von dem in der Schule Gelerntem wirklich hängen bleibt und später in meinem Leben für einen Nutzen hat.

Nicht ohne Grund lässt sich das Lernen in der Schule als 'Lern-Bulimie' bezeichnen, was mir vor allem in der Klausurphase deutlich wird. Für die Oberstufe meiner Schullaufbahn habe ich sogar in eine andere Stadt die Schule wechseln müssen, um das Fach Informatik wählen zu könen, weil meine alte Schule die Ausstattung daür nicht hatte.

Überdies bemängele ich die Tatsache, dass die Politiker die Meinung der Schüler nicht zu interessieren scheint, denn in meiner bisherigen Schullaufbahn kam es nämlich noch nie zu einer Befragung der Schüler.

Es scheint mir so, dass ich diese Liste unendlich lange weiterführen könnte und trotzdem nie fertig werden würde. Und das alles sind Gründe, weshalb ich für eine Reform der Bildungspolitik plädiere. Die folgenden Generationen sollen in einer der Zeit angemessenen Schule für ihr Leben lernen können. Dank der Petition wird die Diskussion rund um das Thema Bildungspolitik entfacht. Bildung ist die Ressource der Zukunft! Und das sollte spätestens jetzt jedem klar werden.

Daniel Rau, Bad Salzuflen, 12. März 2014